Der prickelnde Sommerhit: Kancellár Birtok Cserszegi Fűszeres Frizzante

Der prickelnde Sommerhit: Kancellár Birtok Cserszegi Fűszeres Frizzante

Manchmal sucht man gar nichts Besonderes — nur ein Glas Wein, das zum Moment passt. Etwas Leichtes, Duftendes, Erfrischendes. Etwas, das man einfach einschenkt und genießt. Genau das ist dieser Frizzante — und genau deshalb steht er jetzt bei Neighbor im Regal.

Eine Rebsorte, die man lieben muss

Der Cserszegi Fűszeres ist eine junge Rebsorte — 1960 züchtete Dr. Károly Bakonyi sie im ungarischen Cserszegtomajon, nahe Keszthely. Er kreuzte zwei Sorten: den Irsai Olivér und den Roten Traminer. Der Irsai brachte die frischen, muskatellerartigen Noten mit, der Traminer die Würze und den Aromenreichtum. Das Ziel war eine Sorte, die feinen Wein ergibt und gleichzeitig winterhart ist. Beides ist gelungen.

Die staatliche Anerkennung ließ bis 1982 auf sich warten — seither wird die Sorte in fast allen Teilen Ungarns angebaut. Verständlich: Der Cserszegi Fűszeres ist gleichzeitig leicht und charaktervoll. Zum blumigen, parfümierten Duft des Irsai Olivér gesellt sich die würzige, reichhaltige Note des Traminers — das Ergebnis ist ein Wein, den man leicht erkennt und noch leichter liebt. Am schönsten trinkt er sich jung und frisch, wenn die Aromen am lebendigsten sind — und das gilt beim Frizzante ganz besonders.

Somló — Gottes vergessener Hut

Das Weingut Kancellár Birtok liegt im Weinbaugebiet Somló. Wer es noch nicht kennt: Somló ist das kleinste Weinbaugebiet Ungarns — ein einsamer Vulkanberg am Rand des Marcal-Beckens in der Region Veszprém. Der große ungarische Dichter Mihály Vörösmarty, selbst ein bekennender Weinliebhaber, beschrieb ihn einst als „Gottes vergessenen Hut". Er steht allein, wie eine Basaltinsel in der Tiefebene, und zieht schon von weitem den Blick auf sich.

Der Boden besteht aus basaltischem Tuffverwitterungsgestein. Das bedeutet: In den Weinen ist fast immer eine gewisse mineralische, leicht salzige Note zu spüren — eine Eigenheit, die man anderswo kaum findet. Der Basalt speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts wieder ab, was die gleichmäßige Reife der Trauben begünstigt. Vor Hagel ist der Berghang weitgehend verschont — die Wolken teilen sich am Hang und umgehen die Weinberge. Das Klima von Somló ist kontinental, aber ausgeglichen: früher Frühling, milder Winter, knapp 1.900 Sonnenstunden im Jahr.

Somló wird traditionell mit ernsten, körperreichen, langlebigen Weinen assoziiert — Furmint, Juhfark, Hárslevelű. Weine, die jahrelang im Fass und jahrzehntelang im Keller reifen. Ein Frizzante aus dieser Gegend klingt zunächst überraschend. Aber genau das macht ihn spannend: Die Blumigkeit des Cserszegi Fűszeres und die Mineralität des Somlóer Bodens treffen hier in einer Kombination aufeinander, die verblüffend gut funktioniert. Das vulkanische Terroir leiht einem Wein, der auf Leichtigkeit und Frische gezüchtet wurde, eine unerwartete Tiefe — und genau das macht den Frizzante des Kancellár Birtok so unverwechselbar.

Das Weingut

Das Kancellár Birtok ist eines der jüngsten Weingüter im Großen Somlóer Weinbaugebiet. Ferenc Horváth — Kanzler der Weinstraßenvereinigung Somló und Umgebung sowie des Weinritterordens — gründete das Gut gemeinsam mit seiner Familie im Jahr 2014. Damals bewirtschafteten sie elf Hektar — heute sind es 22 Hektar, auf denen charakteristische Weine des Somlóer Terroirs entstehen.

Die Philosophie des Weinguts ist klar und konsequent: Somlóer Weinbau lässt sich nur verantwortungsvoll betreiben. Die Verbundenheit mit dem Terroir geht über das Geologische und Klimatische hinaus — sie schließt den Respekt und die jahrelange Erfahrung der Menschen ein, die hier arbeiten. Das Ziel ist ein Weingut, das auf den Traditionen Somlós aufbaut, sie mit moderner Technologie verbindet und dabei stets die Natürlichkeit bewahrt.

Im Keller stehen 1.100 Hektoliter Gärkapazität in gekühlten und beheizbaren Stahltanks zur Verfügung. Gearbeitet wird mit reduktiver Kellertechnik. Abgefüllt, verschlossen und etikettiert wird vor Ort, auf der hauseigenen Abfüllanlage. Die Kapazitäten werden laufend erweitert: Eine neue Traubenverarbeitungsanlage, ein Gär- und Reifekeller mit Holzfässern sowie ein Lager für Flaschengärung und Fertigware befinden sich im Aufbau.

Der Frizzante-Stil

Frizzante ist ein italienisches Wort für leicht prickelnde Weine. Die Bläschen sind weich und verspielt — gerade lebhaft genug, um das ganze Glas zum Vibrieren zu bringen. Die Kohlensäure gelangt auf natürlichem Weg oder durch eine zweite Gärung in den Wein, ihre Menge ist geregelt: Das Ergebnis ist ein Getränk, das erfrischt, leichtmacht und dabei die Aromen mit sich trägt.

Der Frizzante-Stil ist für ungezwungenere Anlässe gemacht — die Terrasse im Sommer, ein Abend mit Freunden, einen Aperitif am Ende des Tages. Italiens Winzer bereiten diesen Stil am häufigsten nach der Charmat-Methode zu, bei der der Wein in großen Tanks nachgärt, wodurch die Kohlensäure erhalten bleibt und die fruchtigen Aromen lebendig bleiben. Genau so prickelnd, wie ein Sommerwein sein soll — und diese Balance macht den Frizzante so leicht trinkbar.

Der Wein

Blassgelbe Farbe mit lebhaftem, glänzendem Erscheinungsbild. In der Nase tropische Früchte — Ananas, exotische Noten — zusammen mit Zitrusaromen, Holunderblüte und der frischen Leichtigkeit von Tafeltrauben. Die Bläschen sind fein, anhaltend und bewahren die Frische des Weins bis zum letzten Schluck.

Am Gaumen leicht, aber gleichzeitig cremig und mineralisch — der vulkanische Basaltboden von Somló hinterlässt auch hier seine unverkennbare Spur. Die jugendliche, lebhafte Säure macht das Gesamtbild verspielt, der Abgang ist lang und erfrischend. Jung und vibrierend — so beschreibt das Weingut seinen eigenen Wein, und es trifft es genau.

Am besten gut gekühlt bei 6–8 °C servieren — lass die Bläschen im Glas kurz zur Ruhe kommen, bevor du den ersten Schluck nimmst. Als Aperitif eine Freude für sich, aber auch wunderbar zu leichten grünen Salaten, frischem Ziegenkäse, gegrilltem Fisch oder einem Dessertteller mit Früchten. Am besten harmoniert er mit Speisen, die ihn nicht überwältigen — der Wein selbst ist leicht, und diesen Ton lohnt es sich am Tisch beizubehalten.

Das ist der Wein, den man auch an einem ganz gewöhnlichen Abend öffnen kann — und der aus genau diesem Abend einen besonderen Moment macht. Einschenken, anstoßen, und der Anlass hat sich von selbst gefunden.

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